Tram 83

21.06. | Freitag | 20.00 h | Theater Mannheim| Disco Zwei / T6, 14, Mannheim

Tram 83
nach dem Roman von Fiston Mwanza Mujila
Das »Tram 83« ist ein Club oder besser: ist der Club in »Stadtland«, einer großen Stadt auf dem afrikanischen Kontinent – Nacht für Nacht bevölkert von Grubenarbeitern, abtrünnigen Generälen, Touristen und Geschäftemachern aus China und Europa, Verlierern, Gewinnern, Profiteuren, Diven, Prostituierten, Kellnerinnen oder Geschäftsfrauen. Das »Tram 83« bietet alles: Sex, Bier, Schnaps, Musik und gebratene Hunde. Mittendrin zwei Freunde – oder sind sie eigentlich Brüder? Der eine, Requiem, ist Lebenskünstler und Gangster und der heimliche König des »Tram 83«. Der andere, Lucien, ist Schriftsteller und aus dem Hinterland in den Großstadtmoloch geflüchtet.
Der erste Roman des kongolesischen Autors Fiston Mwanza Mujila erzählt die Geschichte zweier in Hassliebe verbundener Männer und entwirft zugleich das Bild eines modernen Afrikas, in dem sich Menschen aller Nationalitäten zwischen den Ruinen kolonialer Bauten mit Wut ins Leben werfen. Ein literarisches Wimmelbild, das an Hieronymus Bosch erinnert, mit dem Sound eines Free-Jazz-Konzerts und dem Tempo eines rasenden Zuges. Regisseurin Carina Riedl inszeniert Mwanzas Roman als musikalische Performance in einem Mannheimer Club.
Mit freundlicher Unterstützung von Callies & Schewe Kommunikation GmbH

Karten: 18 € / erm. 9 €

Veranstalter: Nationaltheater Mannheim

Chinas Entwicklungszusammenarbeit in Afrika

Guter Drache oder böser Drache:
Chinas Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika

3.7. | Mittwoch | 19.30 Uhr

Ort: WeltHaus Heidelberg (Hbf), Willy-Brandt-Platz 5

China ist es innerhalb der letzten zwanzig Jahre gelungen, zu einem zentralen Entwicklungsakteur in Afrika sowie zum wichtigstem Wirtschaftspartner und größtem Finanzier von Infrastruktur für afrikanische Länder zu werden. Die unklare Abgrenzung von Entwicklungshilfe-ähnlichen und anderen offiziellen, eher kommerziell orientierten Finanzflüssen, sowie ein Mangel an offiziellen Daten und Transparenz haben viel Kritik und Spekulationen über die Wirkungen des chinesischen Engagements befeuert. Wie aber sieht die komplexe Realität hinter den Bildern aus, die die aktuelle China-Debatte dominieren? Und welche Implikationen ergeben sich daraus für Deutschland und die EU? 

Referentin: Marina Rudyak

„Wem soll das Land gehören?“

Donnerstag / 27.06. / 19.00 Uhr / Haus der Jugend, C 2, 16, Saal

Vortrag
„Wem soll das Land gehören?“ – Kolonialismus und neue wirtschaftliche Abhängigkeit Afrikas heute“ und die Interessen der Bevölkerung
Referentin: Naita Hishoono, Leiterin des Namibia Institute for Democracy

Namibias koloniales Erbe, aktuelle Perspektiven und  Bewegungen.
Trotz ihrer formalen politischen Unabhängigkeit befinden sich  die meisten afrikanischen Länder in großer Abhängigkeit von Industriestaaten. Sie stehen wieder verstärkt im Fokus internationaler Konzerne, die mineralische Rohstoffe und Land für die industrielle Erzeugung von Lebensmitteln und Biotreibstoffen beanspruchen und dafür die Bevölkerung vertreiben. Gleichzeitig dient Afrika als Absatzmarkt. Billigimporte von subventionierten Lebensmitteln aus der EU zerstören die Existenzgrundlage afrikanischer Erzeuger.
Mit neuen Freihandelsabkommen will die EU diese Abhängigkeit zementieren. Gleichzeit strebt die Regierung Deutschlands mit ihrem „Compact with Africa“ an, Direktinvestitionen von deutschen und internationalen Konzernen in Afrika anzustoßen und deren Risiken abzusichern, um Afrika als Anlageplatz für europäisches Kapital zu erschließen. Für Namibia kommt noch hinzu, dass  70 % des  fruchtbaren  Landes, das der Bevölkerung während der deutschen  Besetzung Ende des 19. Jahrhunderts und während der Apartheits-Ära, geraubt wurde, sich nach wie vor in der Hand von Weißen befindet.
Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, die aktuellen globalen Verflechtungen aus afrikanischer Perspektive  zu betrachten. Welche Fragen stellen politisch Aktive in Namibia, welche Perspektiven sehen sie, welche Forderungen stellen sie an Europa? Welchen Beitrag kann internationale Zusammenarbeit leisten?

Veranstalter: Bündnis für gerechten Welthandel Mannheim

 

„Die Wunden unserer Brüder"

„Die Wunden unserer Brüder“ - „Was zählt ist Algerien, seine Zukunft, ich werde sterben, aber Algerien wird unabhängig.“
Romanvorstellung über das Leben von Fernand Iveton
Veranstalter: Freunde Arabischer Kunst und Kultur e.V.
28.6.2019, 20 Uhr Eintritt: € 5.-
Galerie Arabeske - Kulturzentrum der Freunde Arabischer Kunst und Kultur e.V. Dossenheimer Landstraße 69, 69121 Heidelberg, Anmeldung & Infos Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

„Du bist Franzose, die werden dich am Leben lassen, keine Sorge.“ - „Nein, unterbricht ihn Fernand, ich bin Algerier.“
Nach fast 130 Jahren Massaker, Genozid, Vertreibung, Hunger und Enteignung entschied sich das algerische Volk, ob Muslime, Christen, Juden oder Kommunisten, am 1. November 1954, die Macht der Kolonialzeit mit Waffen zu beenden und sich seine Unabhängigkeit und seine Würde unter der Führung der FLN von der Kolonialmacht Frankreich zu erkämpfen.
Einer von den Millionen Algeriern, die sich ohne „Wenn und Aber“ und koste „was es wolle“ von Anfang an für den Weg der Unabhängigkeit entschieden haben, war Fernand Iveton – ein Algerier europäischer Abstammung, der am 11. Februar 1957 im algerischen Unabhängigkeitskrieg unter Mitterrand, dem damaligen Justizminister Frankreichs, hingerichtet wurde. In seinem gefeierten Debütroman „De nos frères blessés“ (Die Wunden unserer Brüder) erzählt Josef Andras die wahre und tragische Geschichte des einzigen Europäers, in all ihrer Aktualität. Andras gibt Iveton sein Leben zurück, in dem er über dessen Verhaftung, seinen Prozess und seine Hinrichtung in einer ungewöhnlichen poetischen Sprache erzählt. In realen, scharfen und grausamen Bildern schildert er Ivetons kurzes und intensives Leben. Seine Kindheit in einem arabischen Viertel von Algier, sein Leben als Fabrikarbeiter mit kommunistischen und antikolonialen Überzeugungen, der Tod seines besten Freundes unter den Kugel der französischen Armee und die Liebe zu seiner Frau Hélène. Vorstellung durch Ammar Braik.

Eröffnungskonzert

Demo Image

Fr 21.06.19 / 21.00 Uhr / Saal
Yvonne Mwale

Afrikatage - Eröffnungskonzert

Der Karlstorbahnhof heißt die Afrikatage am 21. Juni mit dem Eröffnungskonzert von Yvonne Mwale willkommen. Die sambianische Sängerin spielt rhythmusreiche Afro-Fusion Lieder mit Einflüssen aus Soul, Jazz, Reggae, und Blues. Einige ihrer Lieder bieten
Einblicke in die Tragödien, denen sie in der Vergangenheit begegnet ist. Zugleich bietet ihr neuestes Album „Msimbi Wakuda,“ optimistische Songs, die die Hoffnungsfreude und Positivität ihrer Zukunft verkörpern – damit möchte sie ihrem Publikum eine positive Nachricht übermitteln. Diese talentierte Powerfrau ist ein Highlight direkt zur Eröffnung, das es nicht zu verpassen gilt!

Einlass: 20.00 Uhr, Eintritt Abendkasse 15 € / Vorverkauf 14,20 €   --> Ticket kaufen

Programmübersicht

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Die Afrikatage sind ein Kooperationsprojekt von Eine-Welt-Zentrum Heidelberg und Eine-Welt-Forum Mannheim in Koopertion mit vielen weiteren Vereinen und Organisationen


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Kooperationspartner der Afrikatage

An den Afrikatagen Beteiligen sich eine Vielzahl von Vereinen, Initiativen und Organisationen. Untenstehend finden Sie eine Auswahl an beteiligen Vereinen.

Besonderer Dank für die besondere Unterstützung der Afrikatage:
Beauftragte für Integration und Migration, Stadt Mannheim, Bezirksbeirat Mannheim Neckarstadt West, Bezirksbeirat Mannheim Neckarstadt Ost,
Ev. Entwicklungsdienst, Kulturamt  Stadt Heidelberg